Wir müssen radikal werden

Bremerhaven. Mein Mann, ich bin froh ihn zu haben, meinte vor Kurzem zu mir: Du bist aber radikal. Nun dies war nicht ungefähr negativ gemeint, eher darauf gemünzt das ich meine Ansichten ohne Wenn und Aber vertrete. Im konkreten Fall ging es darum, dass Mitglieder eines großen Gospelchors in der Seestadt Religionsunterricht scheinbar als unnütz ansehen und teilweise sogar Gott, seinen eingeborenen Sohn – der ja unser Erlöser ist – leugnen und auch die Sinnhaftigkeit der Kirchen nicht anerkennen. Bedeutet doch Gospel Evangelium, so hat dieses bei jenen keine Wirkung hinterlassen – Leider.

Ja, solche Dinge erregen meinen Unmut. Ich bin katholisch aufgewachsen. Katholisch bedeutet Allumfassend und kennzeichnet nicht nur die vielen katholischen Kirchen, sondern in erster Linie das allumfassende Christentum. Und bevor einige nun einen Einwand geltend machen wollen, sage ich Euch mit allumfassend sind wirklich alle Christen gemeint.

Christ zu sein, bedeutet gesalbt zu sein. Gesalbt werden nur Propheten, Priester, Bischöfe und eben auch Könige. Ihr merkt worauf ich hinauswill: Katholisch – das allumfassende Christentum, Gospel – das Evangelium, die Salbung. Ein jeder Christ ist etwas besonderes in den Augen Gottes. Wir sind die Gesalbten die sein Wort, das Evangelium, leben und verkünden sollen. Wir alle haben Anteil am allgemeinen Priestertum – egal ob Mann oder Frau. Die Salbung bei der Taufe und in der Firmung hebt uns auf eine besondere Stufe, erteilt uns auch eine besondere Verantwortung.

Wir sind die Priester Gottes, wir sind gesalbt wie Könige um die Erde nach Gottes Plan zu verwalten. Er hat uns erwählt.

Und wir? Wir fressen Fastfood in Burgerbuden, sehen Frauentausch auf RTL2, wissen oft nichtmal mehr wie man ein Buch aufschlägt. Wir haben kein Selbstbewusstsein, kein Gottesbewusstsein. Wir konsumieren anstatt zu agieren, reagieren und zu produzieren. Ich schrieb an anderer Stelle: Wir müssen unser Bestes geben. Das gilt besonders für unser Christsein.

Gott sandte seinen einzigen Sohn, der für uns unter schrecklichen Schmerzen am Kreuz starb. Und wir? Wir sagen: Ey Mann Dich brauchen wir nicht. Wozu noch Religion, wozu Kirche? Meine eigene Lebensart ist doch viel krasser. Ich hab null Bock auf Regeln, auf Anstand und auf Glauben. Ich finds voll phatt bekannt zu sein weil ich Sonntags in der Kirche Party mach – aber was der Alte da von diesem Typen von vor 2000 Jahren labert ist soooo langweilig. Ich hör nicht zu. Goil wie mir die applaudieren, ey.
Fuck: Die applaudieren nicht Dir – sondern den Liedern von Christus, von der Erlösung und Gottes Wort. DU bist unwichtig und bedeutest nichts, wenn Du nicht ihm nachfolgst!

Wenn sich heute Menschen über die ach so bösen Muslime beschweren, muss ich oft innerlich mit dem Kopf schütteln. Diese jungen Männer und Frauen machen ja gerade das was wir uns nicht trauen: Sie zeigen ihren Glauben, vor Allem glauben sie wirklich. Und daran hapert es bei uns. Wir sind weich, lasch und schal geworden. Uns fehlt das Salz, das uns wieder lebendig macht. Warum haben diese extremen Richtungen solchen Zulauf? Weil sie radikal sind. Sie stehen ein, wofür sie glauben. Leider endet dies zumeist nicht gut. Denken wir nur daran, dass der Islam in früheren Zeiten eine Religion war die die Kunst und Kultur Europas prägte (z.B. die Alhambra), die Wissenschaft vorantrieb und damit die Grundfesten unserer modernen Medizin baute – so ist er heute das Gegenteil davon. Leider. Aber auch dies ist kein Grund unsere Brüder und Schwestern aus den muslimischen Ländern vorzuverurteilen.

Wir sind feige geworden. Wer von uns trägt heute noch offen ein Kreuz? Kaum jemand. Ausser zu Modezwecken. Wer würde öffentlich beten oder in der Bahn in der Heiligen Schrift lesen? Keiner!

Wenn wir nicht für uns und unseren Glauben einstehen, dann verlieren wir was uns wichtig ist und jene die noch offen zu Christus stehen werden Exoten. Es ist an uns das Fortbestehen des Glaubens, der christlichen Religion und Lebensweise zu sichern. Dazu gehört es auch sein Leben radikal zu ändern.

Radikal zu sein bedeutet etwas vollständig und gründlich zu praktizieren. Es ist wie mit einer Beziehung: Lasse ich mich voll und ganz auf den Partner ein, dann klappt es auch. Bin ich Oberflächlich, dann droht das Aus oder die Scheidung.

Lasst uns Radikal sein. Lasst uns voll und ganz zu Christus stehen. Er steht immer zu uns – wir sind jene die die Beziehung gefährden.
Eine gute Beziehung basiert auf Vertrauen. Nur wenn wir Gott vertrauen kann es klappen.

Mitglieder eines Gospelchors, die Gott und seine Religion/Kirche ablehnen, gehören dort nicht hin und können das Evangelium/die Gospel nicht glaubwürdig verbreiten.

Ich habe Gott, Jesus und den Heiligen, die heilige Gottesmutter Maria, die Engel, Heiligen und Seligen angenommen – Wirst Du sie auch annehmen?

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