Gebete

Drei Gebete gibt es die mich mein Leben über begleitet haben.
Sie stammen aus meiner Ordenszeit in Salzburg und erfüllen mich immer wieder mit Freude.
Diese drei Gebete lassen mich mit Freuden an die Zeit in Österreich denken, doch auch meine Mitbrüder dort -für die ich Tag für Tag bete- sind immer in meinen Gedanken.
Gott hat mich 1996 in diese Gemeinschaft geführt und so mein Leben auf Dauer geprägt. So möchte ich diese 3 Gebete mit Euch teilen:

Das Gebet unserer Gemeinschaft war und ist:
Sei gegrüßt, du wunderbares Herz
Jesu! Dich loben wir, dich preisen
und verherrlichen wir, dir danken
wir! Dir schenken, weihen und
opfern wir unser Herz! Nimm es an
und besitze es ganz.
Reinige, erleuchte und heilige es,
damit du in ihm lebest und als
König herrschest auf ewig. Amen.

Das Gebet zu unserer lieben Frau:
Gedenke, o unsere Liebe Frau
vo Großes hat an dir der Herr getan.
Er wählte dich zur Mutter 
und rief dich zu sich unter das Kreuz. 
Er lässt dich teilnehmen an seiner
Herrlichkeit. 
Er erhört dein Flehen.
Bring ihm dar unseren Lobpreis und Dank, empfiehl ihm unsere Bitten. 
Hilf uns 
in der Liebe deines Sohnes zu leben wie du, damit das Reich Gottes komme. 
Führe alle Menschen 
zum Quell lebendigen Wassers, 
der aus dem Herzen Jesu entspringt 
und über die Welt Hoffnung und Heil, 
Gerechtigkeit und Frieden bringt. 
Sieh auf unser Vertrauen, 
antworte auf unser Rufen, 
und zeige dich immerfort als unsere Mutter. Amen. 

Zur Anbetung vor dem Allerheiligsten beteten wir:
In Demut bet‘ ich dich, verborgene Gottheit, an,
Die du den Schleier hier des Brotes umgetan.
Mein Herz, das ganz in dich anschauend sich versenkt,
Sei ganz dir untertan, sei ganz dir hingeschenkt.
Gesicht, Gefühl, Geschmack betrügen sich in dir,
Doch das Gehör verleiht den sicheren Glauben mir,
Was Gottes Sohn gesagt, das glaub‘ ich hier allein,
Es ist der Wahrheit Wort, und was kann wahrer sein?
Am Kreuzesstamme war die Gottheit nur verhüllt,
Hier hüllt die Menschheit auch sich gnädig in ein Bild.
Doch beide glaubt mein Herz, und sie bekennt mein Mund,
Wie einst der Schächer tat in seiner Todesstund‘.
Die Wunden seh‘ ich nicht, wie Thomas einst sie sah,
Doch ruf‘ ich: Herr, mein Gott, du bist wahrhaftig da!
O gib, daß immer mehr mein Glaub‘ lebendig sei,
Mach meine Hoffnung fest, mach meine Liebe treu.
O Denkmal meines Herrn an seinen bittern Tod,
O lebenspendendes und selbst lebend’ges Brot!
Gib, daß von dir allein sich meine Seele nährt
Und deine Süßigkeit stets kräftiger erfährt.
O guter Pelikan, o Jesus, höchstes Gut!
Wasch‘ rein mein unrein Herz mit deinem teuren Blut.
Ein einz’ger Tropfen schafft die ganze Erde neu,
Wäscht alle Sünder rein, stellt alle schuldenfrei.
O Jesu, den verhüllt jetzt nur mein Auge sieht;
Wann stillst das Sehnen du, das in der Brust mir glüht:
Daß ich enthüllet dich anschau‘ von Angesicht
Und ewig selig sei in deiner Glorie Licht. Amen.